Verfasst von: Cornelia | 23. Juni 2010

der erste Monat im Säkularinstitut

¡Dios mío! Über einen Monat bin ich jetzt schon Postulantin im Institut St. Bonifatius. Es ist so viel passiert, dass ich gar nicht zum Schreiben kam.

Schon zwei Tage nach meinem Eintritt in Münster bin ich nach Detmold ins Zentrum der Gemeinschaft bzw. zu unserer Jugendbildungsstätte Kupferberg gefahren. Dort habe ich am Pfingsttreffen teilgenommen, das jedes Jahr am langen Pfingstwochenende anlässlich der „Geburtstagsfeier“ der Jugendbildungsstätte stattfindet. 110 Teilnehmer gab es, der jüngste erst einige Monate alt, der älteste … Keine Ahnung, aber sicher weit über 60. Ich war in der Gruppe der „jungen Erwachsenen“, und wir haben enorm viel Spaß gehabt und enorm gut miteinander arbeiten können.

Ich auf dem Pfingsttreffen

beim Pfingsttreffen

Es gab nämlich sowohl thematische Einheiten als auch Zerstreuung. Die Arbeitseinheiten waren in diesem Jahr zum Thema „Und SIE waren auch dabei“, wobei der Blick auf die Frauen im Neuen Testament gelenkt wurde, insbesondere im Zusammenhang mit dem Pfingstereignis. Das war sehr spannend, nicht nur Maria in den Blick zu nehmen – was ja immer wieder wichtig und schön ist – sondern auch andere Frauencharaktere: Maria Magdalena, die Frau vom Jakobsbrunnen, die Syrophönizierin, Elisabeth und viele andere mehr. Auch Frauen außerhalb der Bibel konnte man kennenlernen, zum Beispiel Madeleine Delbrêl. Der Spaß kam aber ebenfalls nicht zu kurz, wir haben in der Gruppe und in der großen Gemeinschaft Spiele gemacht und gesungen, natürlich auch Gottesdienst gefeiert und viiiiel gegessen. Ich war wirklich überrascht, wie harmonisch dieses Treffen mit den vielen verschiedenen Altersgruppen (Krabbelkinder, Kindergartenkinder, Schulkinder, ältere Schulkinder, Jugendliche, junge Erwachsene und – wie ein Mädchen auf die Frage sagte, wer denn da wohl noch fehle: „Die Alten!!“) gewesen ist und wie familiär so eine große Gruppe sein kann.

Im Anschluss an das Pfingsttreffen habe ich noch zwei Wochen in Detmold verbracht, bei den Vorbereitungen für Fronleichnam geholfen – Haus und Garten mussten vorbereitet und Blumenteppiche mussten gelegt werden – und an der großen Feier inklusive Pfarrfest und Pfadfinderjubiläum teilgenommen. Blumenteppich vor dem Hauptaltar Zwei Tage später hatten wir dann noch eine Lebensweihe (=ewige Profess) zu feiern, das war für mich als „Frischling“ eine bewegende und spannende Sache. Bis es für mich vielleicht soweit ist, dauert es zwar noch ca. 12 Jahre, aber dennoch – man denkt bei sowas ja ein bisschen voraus … Die Hingabe dieser Frau zu sehen war für mich sehr beeindruckend, und manchmal hab ich gedacht: So möcht‘ ich auch mal werden.

Im Anschluss an diese zwei ereignisreichen Wochen kam ich zurück nach Münster. Auch dort ist in den zehn Tagen sehr viel passiert. Erst einmal wurde meine Ankunft natürlich noch einmal gebührend mit meinem aus dem Portugal-Urlaub mitgebrachten Porto begossen. Tagsüber habe ich meistens fleißig Spanisch gelernt, aber wir haben auch öfter mal Besuch bekommen (auch von Leuten vom Pfingsttreffen), eine wunderschöne Fahrradtour gemacht, ich habe Münster noch ein bisschen kennengelernt und dann schon wieder meine Abreise vorbereitet. Wohin? Nach Spanien in mein Postulatspraktikum!

Und nun bin ich schon beinahe eine Woche hier in Talavera de la Reina. Langweilig wird es auch hier nicht. Einen Tag nach mir kamen drei Mitschwestern aus Guatemala an, die auf ihrem Weg nach Deutschland ein paar Tage bei uns Station machten. Mit ihnen haben wir Ausflüge gemacht: ins Gebirge, nach Toledo und als Krönung des ganzen nach Ávila in die Stadt der „großen“ Hl. Theresia. Jetzt sind sie seit gestern abend in Detmold und verbringen dort eine längere Zeit, mehrere Wochen, bevor sie auf der Heimreise wieder kurz hier vorbeikommen. Und jetzt beginnt hier wieder der Alltag – mit Besuchen, Feiern und natürlich Arbeit, Gebet, Gottesdiensten, Begegnungen mit den Menschen, die wir in unserem Haus und auch außerhalb treffen. Ich beginne so langsam, hier alles kennenzulernen – und auch mein Spanisch wird jeden Tag besser. Nein, ich glaube, langweilig wird mein Weg in dieser Gemeinschaft nicht werden.

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Responses

  1. Na, da will ich doch mal schnell Ola sagen!

    Schön, dass Du wieder bloggst- ich werde Dich und Deinen Weg verfolgen.
    Bisher klingt ja alles vielversprechend. Für Deinen Weg wünsche ich Dir Gottes freundliches Geleit.

  2. Langweilig kann es gar nicht werden, weil es ab sofort ja „Leben in Fülle“ gibt. In jeder Beziehung. Willkommen im Club 😉

  3. […] Kapelle auf den Beginn der Hl. Messe. Auf dem Tisch stand die von einer spanischen Mitschwester (in Spanien hatte ich ja das erste halbe Jahr in der Gemeinschaft verlebt) sehr liebevoll und wunderschön für […]

  4. […] Lied zur Gottesmutter, das ich in meiner Zeit in Spanien sehr lieben gelernt habe. Dort kennt es jeder. Auch vielen in unserer Gemeinschaft bedeutet es eine […]


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