Verfasst von: Cornelia | 22. September 2010

Menschenskinder

Eine besondere Verantwortung, aber vor allem eine besondere Freude haben wir mit den Kindern, die in unserem Haus leben. Es sind die jungen Söhne und Töchter der Immigrantinnen, die bei uns Aufnahme finden. Zurzeit haben wir zwei Kinder, eine vierjährige C. (Mutter Ecuadorianerin, Vater Spanier) und einen dreijährigen A. (Eltern Marokkaner).

Beide sind sehr schöne Kinder in dem Sinne, dass es eine Freude ist, sie aufwachsen zu sehen. C. spricht schon in ihren jungen Jahren beinahe druckreif, und das dafür den ganzen Tag nahezu ohne Unterbrechung. Außerdem hat sie große Freude an schönen Kleidern und an Laufspielen. A. tut sich noch schwer mit der spanischen Sprache, wird sie aber jetzt im Colegio (der Schule, die für die Kleinen ab 3 noch eher den Charakter einer deutschen Vorschule hat) sicher schnell alle Schwierigkeiten überwinden. Er mag es, mit seinem Dreirad in unserem Saal im Erdgeschoss, oder besser noch: draußen im Park herumzufahren, außerdem gefallen ihm Autos. Die beiden sind ein tolles Gespann. Mit großer Freude stellen sie sich an die Wohnungstür und geben jedem von uns, der hereinkommt, einen dicken Schmatzer auf die Wange. Oder wenn einer geht, rufen sie laut „Adios„.

C. geht auch gerne in die Messe, wobei es ihr weniger gefällt, sich während der Lesungen still hinzusetzen, aber sie liebt den Friedensgruß und geht auch gerne mit nach vorne zur Kommunion, obwohl sie selbst sie noch nicht empfängt und es hier auch nicht üblich zu sein scheint, den kleinen Kindern einen Segen zu geben.

Für die Mütter ist es manchmal eine große Herausforderung, neben all den Problemen, die sie in unser Haus geführt haben, sich noch in rechter Weise um die Erziehung zu kümmern. Aber auch da helfen wir nach Möglichkeit, unsere Sozialarbeiterin gibt an den entsprechenden Stellen mal einen Hinweis, und wenn es nötig ist, beaufsichtigen wir die Kleinen mal eine Zeit und spielen mit ihnen. So haben die Mütter Zeit, einen Sprachkurs zu besuchen oder einer kleinen Arbeit nachzugehen, wenn sie eine Arbeitserlaubnis haben. Für die nächste Zeit haben übrigens noch zwei kleine Mädchen ihre Ankunft angekündigt: S. wird voraussichtlich Anfang Oktober geboren, M. Ende November. Darauf freuen wir uns alle mit den Müttern und bereiten das Nötige vor.

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Responses

  1. […] Hl. Messe. Auf dem Tisch stand die von einer spanischen Mitschwester (in Spanien hatte ich ja das erste halbe Jahr in der Gemeinschaft verlebt) sehr liebevoll und wunderschön für mich gestaltete […]


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