Verfasst von: Cornelia | 10. Oktober 2012

Rhön, rhöner, am rhönsten

Die Rhön ist wunderschön. Dieser Satz fasst einen Teil meiner Erfahrungen der letzten Monate zusammen. Oh, es ist wirklich eine landschaftlich wunderbare Lage, die der Michaelshof zu bieten hat. Berge, Wälder, Moore, Kühe, Schafe – und von all dem jede Menge. Natürlich gibt es auch tolle Ausflugsziele in der Umgebung, nicht nur Natur, sondern auch Kultur.

Für mich ist es ein weiterer Teil der „Probe aufs Exempel“: Kann ich mitten in der Welt – und mitten in der Arbeit – ein geistliches Leben in Gemeinschaft führen? Es ist doch eine ganz andere Anforderung als zuvor in der Ausbildungsgruppe oder im Zentrum der Gemeinschaft – hier gibt es nämlich eines nicht: einen ganz und gar geregelten Zeitablauf. Hier führen wir mit dem Michaelshof einen Betrieb, genauer gesagt: eine Familienferienstätte. Und die lässt es nicht immer zu, das Leben nach den Gottesdienstzeiten auszurichten. Wenn ein Kurs anreist, können wir nicht gleichzeitig die Vesper beten. Wenn abends ein Gast noch dringend etwas braucht oder besprechen muss, können wir nicht das „Schweigen nach der Komplet“ einhalten, ganz klar. Hier müssen Gebet und Arbeit in anderer Weise in Einklang gebracht werden als an anderen Orten. Eine wertvolle Erfahrung. Auch die Freizeit bekommt einen anderen Stellenwert. Manchmal gibt es davon recht wenig, manchmal wird dann aber auch etwas intensiver „nachgeholt“ … Die Sorge um Gäste und Mitarbeiter gibt einen anderen Rhythmus vor, aber auch in diesem kann man ein gutes Leben und ein geistliches Leben führen, wenn man gut darauf achtet.

Natürlich stellt sich hier wie immer auch die Frage nach meiner Tätigkeit (neben dem Beten): Ich bin eigentlich hier überall und nirgends. Mal helfe ich im hauswirtschaftlichen Bereich (beim Putzen, Bettenbeziehen etc.), mal sitze ich an der Anmeldung und helfe, kleine oder größere Wünsche der Gäste zu erfüllen, mal arbeite ich „hinter den Kulissen“ an der Gestaltung des neuen Jahresprogrammes, mal kämpfe ich in den riesigen Beeten gegen das Unkraut, mal betreue ich Kinder … Alles auf seine Weise reizvoll, alles wichtig, und in jeder Hinsicht abwechslungsreich! Es macht Freude, mit Menschen und für Menschen zu arbeiten. Der Dienst an den Familien ist dabei für mich besonders wertvoll. Und wenn ich frei habe, versuche ich erfolglos, unsere Bücherregale durchzulesen oder die ganze Umgebung zu durchwandern. 🙂
Ein paar meiner vielen Fotos habe ich auch wieder zusammengestellt. Viel Spaß beim Gucken!

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